Diagnose bei Brustkrebs

Die Diagnose Brustkrebs löst grosse Verunsicherung und Verzweiflung aus. Dem Anfangsschock folgen schnell existenzielle Ängste: Wie schlimm ist mein Zustand? Ist mein Krebs heilbar? Muss ich mich einer belastenden Chemotherapie unterziehen? Verliere ich meine Brust? Diese Gefühle der Überforderung und der Hilflosigkeit sind verständlich, aber bei aller Angst dürfen Sie nicht vergessen: Brustkrebs ist in der Mehrheit der Fälle heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird. Oberstes Prinzip bei einem bösartigen Befund ist Ruhe bewahren und keine vorschnellen Entscheidungen treffen. Sie haben genügend Zeit, Ihre individuelle Situation zu klären, alle medizinischen Möglichkeiten zu prüfen und sich über Ihre Bedürfnisse klar zu werden. Holen Sie im Zweifelsfall eine Zweitmeinung bei einem onko-plastischen Chirurgen ein, und nehmen Sie zu den Besprechungen eine Vertrauensperson mit. Bei aller Angst dürfen Sie nicht vergessen: Brustkrebs ist in der Mehrheit der Fälle heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird.

Die drei Ziele der richtigen Brustkrebsbehandlung

Das Wichtigste bei jeder Brustkrebsbehandlung ist immer die vollständige Entfernung des Tumors. Ist dies nicht möglich und muss die Brust vollständig entfernt werden, sollten sich die betroffenen Patientinnen ein möglichst klares Bild ihrer Optionen machen können, indem sie sich umfassend beraten und informieren lassen. Auch wenn rasch gehandelt werden muss: Es bleibt genügend Zeit für eine sorgfältige Beurteilung und das Abwägen von Vor- und Nachteilen der verschiedenen Behandlungswege. Die richtige Brustkrebsbehandlung ist jene, die 1) onkologisch am wirksamsten ist; 2) das beste kosmetische Resultat erzielen lässt und 3) ohne Umwege und unnötige Operationen so rasch wie möglich zum Ziel, dem Ende der Behandlung, führt.

Bedenken Sie:

  • Brustkrebs ist kein Notfall! Überstürzen Sie nichts.
  • Sie haben genügend Zeit für eine fundierte Abklärung! Treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen.
  • Informieren Sie sich gründlich.
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Bei Verdacht auf Brustkrebs erfolgen zur weiteren Abklärung zunächst eine Mammographie und ergänzend eine Ultraschalluntersuchung. Falls damit die Art der Veränderung nicht zufriedenstellend geklärt werden kann, werden zusätzlich eine Feinnadelpunktion (Entnahme von einzelnen Zellen), eine Stanzbiopsie (Entnahme eines Gewebeteils) oder eine Magnetresonanztomographie durchgeführt.

Mammografie

Die Mammografie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust und gehört zu den Standardabklärungen. Sie bildet das Drüsengewebe in zwei bis drei Ebenen ab. Der Radiologe kann auf diese Weise feine Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes erkennen. Selbst kleinste Kalkablagerungen, die häufig ein erster Hinweis für Brustkrebs sind, können nachgewiesen werden. Für die Aufnahmen wird die Brust zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt.

Ultraschall

Zur Bestätigung von Mammographie-Befunden wird ergänzend eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Der Arzt erhält dadurch zweidimensionale Bilder, die ihm eine räumliche Vorstellung der Grösse, der Form, der Struktur und der Beschaffenheit der Brust sowie des Weichteilgewebes und der Gefässe vermitteln.

MRI

Das MRI, auch Magnetresonanztomographie genannt, ist eine Technik zur Darstellung der inneren Organe und des Gewebes. Sie arbeitet mit Magnetfeldern und Radiowellen. Während der Untersuchung liegt die Patientin auf einer Liege im Gerät. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sie eine sehr genaue und differenzierte Darstellung des Körpergewebes liefert. Schon geringfügige Veränderungen können auf diese Weise entdeckt werden. Die Magnetresonanztomographie wird deshalb bei unklaren Brustkrebsdiagnosen eingesetzt.

Feinnadelpunktion

Die Feinnadelpunktion ist eine Technik zur Gewinnung von Zellmaterial aus bestimmten Gewebeanteilen. Dabei sticht der Arzt mit einer Hohlnadel in das Gewebe ein, aus dem er eine Probe entnehmen will. Erfahrene Zytologen können bei der mikroskopischen Untersuchung im Labor eine relativ genaue Zellzuordnung vornehmen und somit Verdachtsdiagnosen aus den vorangegangenen Abklärungen bestätigen.

Stanzbiopsie

Im Fall einer Stanzbiopsie werden mit einem dünnen Zylinder, meist ultraschallgesteuert, Gewebeteile entnommen und untersucht. Diese Methode ist etwas schmerzhafter, aber aussagekräftiger als die Feinnadelpunktion und wird deshalb angewendet, wenn der Befund der vorgängigen Untersuchungen unklar geblieben ist.

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