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Akne und Aknenarben

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen und betrifft Jugendliche ebenso wie Erwachsene. Sie ist in den meisten Fällen gut behandelbar – entscheidend ist eine frühzeitige, individuell abgestimmte Therapie. Die Behandlung orientiert sich bei uns an den aktualisierten Schweizer Praxisempfehlungen 2025 und internationalen Guidelines die evidenzbasierte Strategien zur Einstufung, Therapie und Nachsorge festlegen.

Wie entsteht Akne?

Akne ist keine Frage mangelnder Hygiene, sondern eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel.

Vier Mechanismen wirken zusammen:

  • Übermässige Talgproduktion (hormonell beeinflusst)
  • Verhornungsstörung im Haarfollikel
  • Vermehrung von Cutibacterium acnes
  • Entzündliche Immunreaktion

Je nach Ausprägung entstehen Mitesser, Papeln, Pusteln oder tiefe Knoten.

Welche Akneformen gibt es?

  • Leichte Akne (Acne comedonica): vor allem Mitesser, geringe Entzündung
  • Mittelschwere Akne (Acne papulopustulosa): entzündliche Läsionen mit mittlerem Narbenrisiko
  • Schwere Akne (Acne conglobata / Acne fulminans): tiefe Knoten, Abszesse, hohe Narbengefahr
  • Erwachsenenakne (Acne tarda): häufig bei Erwachsenen, oft im Kinnbereich

Wie wird Akne therapiert?

Die Swiss Practice Recommendations 2025 legen fest, dass Aknepatienten und -patientinnen klar nach Schweregrad beurteilt werden und ein strukturiertes Therapiekonzept erhalten.

Therapieprinzipien

Induktionstherapie (Initialbehandlung)

  • Topische Retinoide als Basis
  • Kombination mit Benzoylperoxid (BPO) bei moderater Akne
  • Bei entzündlicher Akne zusätzlich ein systemisches Antibiotikum
  • Bei schwerer Akne mit Narbenneigung: systemische Retinoide (z. B. Isotretinoin)

Erfolg wird definiert als eine Reduktion der entzündlichen Läsionen um mehr als ca. 50 % innerhalb von 3 Monaten.

Erhaltungstherapie (Maintenance)

Nach erfolgreicher Induktion sollte in allen Fällen – unabhängig vom Schweregrad – eine Erhaltungstherapie erfolgen, meist mit topischen Retinoiden mit oder ohne Benzoylperoxid.

Wie können Aknenarben behandelt werden?

Narben entstehen durch tiefe entzündliche Prozesse und können psychisch belastend sein. Je früher die Aknetherapie beginnt, desto geringer ist das Risiko für Narben. Bei bestehenden Narben stehen heute mehrere dermatologische Verfahren zur Verfügung.

In einem persönlichen Beratungsgespräch bestimmen wir die geeigneten Verfahren für Ihren Hauttyp und Narbentyp

Narbenbehandlungen

Lasertherapie

Je nach klinischem Befund werden unterschiedliche Laser eingesetzt. Gefässlaser sind die Methode der Wahl bei entzündlicher Akne und flachen oder hypertrophen geröteten Aknenarben. Pigmentselektive Laser werden vor allem bei postentzündlichen Pigmentverschiebungen eingesetzt. Fraktionierte ablative und nicht-ablative Laser sind das Mittel der Wahl für die Behandlung atropher Aknenarben.

Lasertherapie in Kombination mit Eigenbluttherapie

Die fraktionierte Laserbehandlung kann mit der Eigenbluttherapie kombiniert werden. Die Eigenbluttherapie enthält hochkonzentrierte Wachstumsfaktoren, die den Heilungsprozess beschleunigen. Bei der Kombination wird eine kleine Blutmenge entnommen, zentrifugiert und die Wachstumsfaktoren isoliert. Nach der Laserbehandlung werden mehrere Injektionen durchgeführt und die äussere Hautschicht behandelt, wodurch es durch die vom Laser geschaffenen Mikrokanäle in die Haut eindringen kann. Die Vorteile dieser Kombination sind eine verbesserte Hauterneuerung, eine beschleunigte Wundheilung mit kürzerer Ausfallzeit und eine Anregung der Kollagenproduktion.

Skinbooster

Bei atrophen Aknenarben können auch Skinbooster helfen. Sie verbessern die Hautstruktur und können das Erscheinungsbild von Narben reduzieren.

Nachsorge

Die Nachsorge hängt von der gewählten Behandlungsmethode ab.

Generell sollte direkte Sonneneinstrahlung (UV-Licht, Solarium) für 4 Wochen nach der Behandlung vermieden werden.

Detaillierte Informationen erhalten Sie im Rahmen Ihres Beratungsgesprächs.

Warum ist eine dermatologische Begleitung wichtig?

Akne kann den Alltag, das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Studien zeigen, dass diese psychosozialen Folgen bei moderater bis schwerer Akne vergleichbar mit chronischen internistischen Erkrankungen sind. Eine frühzeitige, strukturierte und leitliniengerechte Behandlung reduziert Entzündungen, verhindert Narben und verbessert die Lebensqualität entscheidend.

Preise

Die Kosten für die Diagnose und Behandlung von Akne ist eine Pflichtleistung der Grundversicherung. Folgebehandlungen zur Narbenkorrektur mit Skinbooster, Lasertherapien oder Deep Needling werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Diese Leistungen sind vor Ort direkt nach der Behandlung zu zahlen.

Laserbehandlung

Laser (Teilbereiche je nach Ausdehnung) ab 400.-

Skinbooster

Skinbooster ab CHF 1000.-

Ihr persönlicher Hautcheck

Leiden Sie unter Akne oder Aknenarben? Unsere Praxis bietet Ihnen:

  • Individuelle Diagnostik
  • Eine evidenzbasierte, individuell abgestimmte Behandlung nach den neusten Schweizer, deutschen, europäischen und amerikanischen Empfehlungen
  • Kontinuierliche Verlaufskontrolle
  • Ganzheitliche Beratung zu Hautpflege, Lebensstil und Prävention

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Wir beraten Sie gerne persönlich

Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch über die Einzelheiten einer Behandlung.

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