Die Hauptsäulen der Behandlung von Melanomen sind chirurgische Eingriffe, medikamentöse Therapien und Strahlenbehandlungen.
Operation
Ein neu entdecktes Melanom muss umgehend vollständig entfernt werden. Je nach Eindringtiefe des Tumors in die Haut sind unterschiedliche Sicherheitsabstände erforderlich. Bei bestimmten Tumordicken wird zudem empfohlen, eine Sentinellymphknotenbiopsie durchzuführen.
Medikamentöse Therapie
Die medikamentöse Behandlung von Melanomen hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Es stehen mittlerweile effektive Medikamente zur Verfügung.
Neuere Erkenntnisse haben gezeigt, dass medikamentöse Therapien auch präventiv eingesetzt werden können. Hierbei kommen sowohl Immuntherapeutika als auch Kinase-Inhibitoren zum Einsatz. Die Dauer einer präventiven Therapie beträgt in der Regel ein Jahr.
Strahlentherapie
Für einige Tumoren kann die Strahlentherapie eine effektive Behandlungsoption sein. Frühstadien von Melanomen oder oberflächliche Hautmetastasen können in der Dermatologie mit Grenzstrahlen behandelt werden.
In der Radioonkologie werden energiereichere Strahlen verwendet, um gezielt auf nicht operabel zugängliche Melanomanteile, wie Knochen- oder Hirnmetastasen, einzuwirken. Diese Methode wird als stereotaktische Bestrahlung bezeichnet.
Immuntherapie
Diese moderne Therapieform zielt darauf ab, die eigenen Immunzellen der Patienten zu aktivieren, damit sie gezielt gegen die Krebszellen kämpfen. Verschiedene Wirkstoffe werden je nach Bedarf auch in Kombination verwendet.
Etwa 40 % der Patienten erreichen durch diese Therapieform eine dauerhafte Wirkung. Die Kombination mehrerer Immuntherapien wird zunehmend genutzt, um die Effektivität zu steigern.
Zielgerichtete Therapie mit Kinase-Inhibitoren
Diese Therapie greift spezifische genetische Veränderungen im Tumor an, um dessen Wachstum zu stoppen oder den Tumor ganz zurückgehen zu lassen. Voraussetzung für den Einsatz dieser Medikamente ist das Vorhandensein bestimmter genetischer Mutationen, die im Vorfeld in einem spezialisierten Labor untersucht werden.
Injektion mit TVEC
Hierbei wird ein speziell modifiziertes Herpes-Virus direkt in den Tumor injiziert. Das Virus ist so verändert, dass es Tumorzellen direkt abtötet und gleichzeitig körpereigene Abwehrzellen anzieht. Dadurch können auch Tumorabsiedlungen, die nicht direkt behandelt wurden, beeinträchtigt werden.
Chemotherapie
Die Chemotherapie verwendet Zellgifte zur Bekämpfung des Tumors. Heute wird die Chemotherapie bei Melanomen oft nicht mehr als erste Wahl angesehen, kommt jedoch in bestimmten Fällen weiterhin zum Einsatz.