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Hyperhidrose (übermässiges Schwitzen)

Schwitzen reguliert die Körpertemperatur, doch bei einer Hyperhidrose produzieren die Drüsen krankhaft viel Schweiss – unabhängig von Hitze oder Stress. Diese oft genetisch bedingte Veranlagung belastet Alltag, Familie und Partnerschaft massiv. Die gute Nachricht: Hyperhidrose hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun und ist heute gut behandelbar.

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Was ist Hyperhidrose?

Hyperhidrose bedeutet, dass der Körper mehr Schweiss produziert als zur Temperaturregulation erforderlich. Man unterscheidet:

  • Primäre (fokale) Hyperhidrose: Betrifft meist einzelne Körperregionen (z. B. Achseln, Hände, Füße, Stirn/Gesicht). Beginnt häufig schon in Kindheit oder Jugend. Eine klare Ursache lässt sich oft nicht feststellen.

  • Sekundäre (generalisierte) Hyperhidrose: Betrifft eher den ganzen Körper oder tritt neu/ungewohnt auf. Sie kann durch andere Ursachen entstehen, z. B. hormonelle Veränderungen, Medikamente oder bestimmte Erkrankungen.

Woran erkennt man Hyperhidrose?

Typische Symptome von übermässigem Schwitzen sind:

  • starkes Schwitzen ohne ersichtlichen Anlass

  • wiederkehrende, sichtbare Schweissflecken (z. B. unter den Achseln)

  • nasse Hände (z. B. Probleme beim Schreiben, Tippen, Händeschütteln)

  • feuchte Füsse, ggf. mit Geruch oder häufigem Fusspilz

  • Schweiss am Kopf/Gesicht (Stirn, Oberlippe), manchmal mit Tropfenbildung

  • Hautreizungen oder Ekzeme durch ständige Feuchtigkeit

  • psychische Belastung: Scham, Rückzug, Stress im Beruf oder Privatleben

Hinweis zur Abklärung: Starke Schweissausbrüche nachts, plötzlich neu auftretend oder begleitet von Symptomen wie Gewichtsverlust, Fieber, Herzrasen oder Zittern sollten medizinisch beurteilt werden.

Minimalinvasive Injektionstherapie

Es stehen Wirkstoffe zur Verfügung, die mit einer feinen Injektionsnadel in die überaktiven Schweissdrüsenpartien gespritzt werden und dort die Nervenübertragung hemmen, die für die Schweissbildung verantwortlich sind. Man kennt diese Behandlung auch bei Falten oder beim Schielen. Die Schweissabsonderung kann dadurch um 70 bis 90 Prozent vermindert werden. Die Wirkung tritt innerhalb der ersten Woche ein und hält bis zu sieben Monate an. Die Behandlung kann mehrmals wiederholt und an praktisch allen Körperstellen angewendet werden.

Die Behandlung von übermässigem Schwitzen durch diese gezielten Injektionen ist eine sichere und effektive Methode. Wir setzen auf dieses minimalinvasive Verfahren, um Ihnen schnell und nachhaltig zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

  • Hohe Effektivität: Die Schweissbildung in den behandelten Arealen (wie Achseln, Hände oder Stirn) wird um 70 bis 90 % reduziert.
  • Unmittelbarer Effekt: Schon wenige Tage nach der Behandlung spüren Sie eine deutliche Besserung und haben ein trockenes und sicheres Hautgefühl.
  • Minimalinvasiv: Die Behandlung erfolgt mit hauchdünnen Nadeln und ohne Skalpell. Es entstehen keine Narben und es ist keine Anästhesie notwendig.
  • Keine Ausfallzeit: Sie sind sofort nach dem Termin wieder gesellschaftsfähig und können Ihren gewohnten Alltag (inklusive Sport und Arbeit) ohne Einschränkungen fortführen.
  • Langanhaltende Resultate: Eine einzige Sitzung befreit Sie je nach individueller Veranlagung 6 bis 9 Monate von Schweissflecken und Geruchsbildung.
  • Individuelle Präzision: Die Behandlung lässt sich auf die betroffenen Zonen zuschneiden – für ein natürliches Ergebnis, das die restliche Thermoregulation des Körpers nicht beeinträchtigt.

Zahlen und Fakten zur Injektionstherapie

Behandlung

ca. 30 bis 60 Minuten (je nach Umfang und Anzahl der Körperstellen). Eine Anästhesie ist nicht nötig. Bei empfindlichen Patienten kann eine lokale Betäubungscrème aufgetragen werden.

Nachbehandlung

Nachbehandlungen werden meistens nach ca. 6 bis 9 Monaten durchgeführt, sofern sich die Schweissdrüsenproduktion wieder bemerkbar macht.

Gesellschaftsfähigkeit

Unmittelbar nach der Behandlung können Sie wieder unter die Leute. Möglicherweise haben Sie vorübergehend leichte Rötungen bei den Einstichstellen. Diese gehen innerhalb von wenigen Stunden vorbei.

Sport

Am Tag nach der Injektionstherapie können Sie wieder Sport treiben.

Kosten

Die Kosten hängen vom Umfang der Behandlung ab. Im Durchschnitt sind es ca. 800.- Franken. Bei einer entsprechenden Zusatzversicherung könnte ein Teil der Kosten übernommen werden.

Häufigste Fragen zur Injektionstherapie

Wie lange hält die Wirkung einer Injektionsbehandlung gegen Schwitzen an?

Die Wirkung der Injektionen tritt meist innerhalb von 2 bis 7 Tagen ein. Die Schweissreduktion von bis zu 90 % hält erfahrungsgemäss zwischen 6 und 9 Monaten an. Danach kann die Behandlung wiederholt werden, um das trockene Hautgefühl dauerhaft aufrechtzuerhalten.

Ist die Behandlung der Schweissdrüsen schmerzhaft?

Die Behandlung ist schmerzarm. Wir verwenden extrem feine Nadeln. Bei besonders empfindlichen Stellen, wie den Handflächen oder Fusssohlen, kann vorab eine betäubende Creme aufgetragen oder eine lokale Kühlung genutzt werden, um den Komfort zu maximieren.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen bei der Therapie?

Minimalinvasive Injektionen gelten als sicher. Gelegentlich können leichte Schwellungen oder kleine blaue Flecken an der Einstichstelle entstehen, die schnell abklingen.

Kann der Körper durch die Behandlung überhitzen, wenn ich weniger schwitze?

Nein. Bei der Behandlung von Achseln, Händen oder Füssen wird nur ein sehr kleiner Teil der gesamten Schweissdrüsen des Körpers (ca. 1-2 %) inaktiviert. Die Wärmeregulation des restlichen Körpers bleibt davon unberührt und funktioniert weiterhin normal.

Weitere Behandlungen

Konservative Behandlungen

Die passende Therapie hängt davon ab, wo und wie stark das Schwitzen auftritt – und ob eine primäre oder sekundäre Ursache vorliegt. Häufig wird schrittweise vorgegangen, von einfach bis gezielt.

Es gibt eine Reihe von einfachen Massnahmen, die helfen können, die Symptome des Schwitzens weniger bemerkbar zu machen. Darunter zählen atmungsaktive Kleidung, Funktionsmaterialien, häufigerer Wäschewechsel, Einlagen/Schweisspads, antibakterielle Socken, Fusspuder. Vielleicht sind auch Trigger zu erkennen, die das Schwitzen verstärken, z.B. sehr scharfes Essen, Alkohol, Stress. Dann sollten diese Sachen vermieden werden.

Aluminiumchlorid-haltige Lösungen/Roll-ons können gegen übermässiges Schwitzen helfen. Man sollte sie auch abends anwenden oder häufiger am Tag. Bestimmte Tabletten können das Schwitzen reduzieren, werden aber wegen möglicher Nebenwirkungen (z. B. trockener Mund, Verstopfung, Herzklopfen) individuell abgewogen. Sie sind dann sinnvoll, wenn lokale Massnahmen nicht ausreichen oder mehrere Bereiche betroffen sind.

Operation

Bei sehr ausgeprägter, therapieresistenter Hyperhidrose kann eine Operation erwogen werden (z. B. Eingriffe am sympathischen Nervensystem oder Absaugen der Schweissdrüsen).

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