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Schluss mit dem Lymphödem

13.05.2025 Prof. Dr. med. Mario Scaglioni

Dank medizinischen Fortschritten in der Behandlung von Brustkrebs überleben 90 Prozent der Patientinnen. Aber trotz der Entfernung des Tumors leiden viele Frauen unter störenden Begleiterscheinungen. „Eines der häufigsten Probleme ist das Lymphödem, ein chronisches und oft schmerzhaftes Leiden, das durch die Stauung von Lymphflüssigkeit zu Schwellungen in den Gliedmassen führt. Besonders häufig tritt es bei Frauen auf, denen bei einer Brustkrebsoperation Lymphknoten entfernt oder beschädigt wurden“, erklärt Prof. Dr. med. Mario Scaglioni, Co-Chefarzt der Plastic Surgery Pyramide in Zürich.

Das Lymphsystem bildet einen integralen Bestandteil des Immunsystems und setzt sich aus zarten Lymphgefässen sowie Lymphknoten zusammen. Seine Hauptfunktionen umfassen die Eliminierung schädlicher Zellen sowie den Transfer von weissen Blutkörperchen. Damit sind die Lymphgefässe ein wichtiger Teil des Immunsystems. In der Schweiz leben gemäss Schätzungen der Lymphödem Vereinigung Schweiz etwa 50.000 bis 100.000 Menschen mit einem Lymphödem. „Überall am Körper, wo Lymphknoten entfernt oder bestrahlt wurden, können Lymphödeme auftreten. Allerdings passiert das nicht gleich nach der Operation. Die Symptome entwickeln sich über Wochen oder Monate und können sogar Jahre nach einer Krebsbehandlung auftreten“, sagt Prof. Scaglioni.

Lymphödem Stadien

Man unterscheidet drei Stadien des Lymphödems. Im dritten sind die Schwellungen dauerhaft, eine Operation ist aber immer noch möglich.

Ein Lymphödem zeigt sich in Form einer sicht- und tastbaren Schwellung an den Armen oder Beinen, einem Gefühl der Enge, insbesondere beim Tragen von enganliegender Kleidung. Deutliche und länger anhaltende Druckstellen, Verdickung oder Verhärtung der Haut, dumpfe Schmerzen in den betroffenen Bereichen und kleine Bläschen, aus denen eine klare Flüssigkeit austritt, sind weitere Symptome. Ein unbehandeltes Lymphödem verschwindet nicht einfach wieder, sondern nimmt langsam, aber stetig zu. Die Kombination von Lymphdrainage und Kompressionstherapie ist Standard in der konservativen Behandlung von Lymphödemen. „In fortgeschrittenem Stadium kann das Lymphödem nicht geheilt werden, aber durch eine konservative Behandlung können wir die Lebensqualität verbessern“, erklärt Prof. Mario Scaglioni. Frühzeitig entdeckt und durch einen chirurgischen Eingriff behoben, ist die Gefässerkrankung sogar heilbar.

Mit Hilfe der Mikro- und Supermikrochirurgie gelingt es, den Lymphfluss wiederherzustellen. „Die lymphovenöse Anastomose, kurz LVA, ist eine Umleitung. Wir verbinden die Lymphgefässe mit einer Vene, wodurch der Lymphabfluss verbessert wird. Der Eingriff wird unter dem Mikroskop durchgeführt. Mit Kontrastmitteln prüfen wir, ob die Verbindung funktioniert“, sagt Prof. Scaglioni. Der Eingriff kann an jeder Stelle, wo die Lymphe gestört ist, durchgeführt werden. „Bei einem fortgeschrittenen Lymphödem erreichen wir eine Abschwellung von bis zu 40 Prozent. Danach reduzieren sich auch die konservativen Massnahmen wie Lymphdrainage oder Kompression.“ Bei länger bestehenden Ödemen, wo bereits eine Fibrosierung des Gewebes stattgefunden hat, reicht eine Anastomose nicht. „Hier braucht es zusätzlich einen Transfer von Gewebe, das Lymphknoten enthält. Meist kommt danach noch die lymphovenöse Anastomose dazu, um den Abfluss zu optimieren.“

Lymphödem Erfahrungsberichte

Ein Erfahrungsbericht zeigt, dass der Eingriff funktioniert: Die Notärztin Dr. med. Dorothée Rhein Straub ist stark auf ihre Hände und Arme angewiesen. Nach ihrer Brustkrebsoperation bekam sie einige Monate später ein Lymphödem im rechten Arm. Kurze Zeit später wurde sie von Prof. Scaglioni operiert und erhielt bei der ersten Operation sechs Bypässe. Auf ihren Wunsch wurden in einem zweiten Eingriff weitere Umleitungen gelegt. Fünf Jahre später ist von den starken Schwellungen nichts mehr zu sehen. Sie arbeitet wieder als Ärztin.

Eine 86-jährige Patientin mit sekundärem Lymphödem am rechten Arm, Stadium II: vor der Operation (linkes Bild) und 12 Monate nach der Operation (rechtes Bild).

Leo Clodius Lymphatic Center: Die Top-Adresse für Lymphprobleme

Das erste private Lymphzentrum der Schweiz, Teil der Plastic Surgery Pyramide, ist auf Lympherkrankungen und die anspruchsvolle, supermikrochirurgische Rekonstruktion des Lymphsystems spezialisiert. Die Benennung des Zentrums nach dem berühmten Chirurgen PD Dr. med. Leo Clodius ist bewusst gewählt. Leo Clodius war ein bedeutender plastischer Chirurg und Pionier in der Forschung des Lymphödems. Er hat die Prinzipien der modernen Lymphchirurgie definiert, nach denen noch heute operiert wird. In seinem Sinn und Geist wird im neuen Zentrum auch ein Fellowship-Programm angeboten, das junge Ärztinnen und Ärzten unterstützt.

Kontakt:

Leo Clodius Lymphatic Center
Plastic Surgery Pyramide
Haus zur Pyramide
Klausstrasse 10, 8008 Zürich

Telefon: +41 44 388 14 14
E-Mail: psp@pyramide.ch
Website: www.pyramide.ch

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