Handchirurgie

Handgelenkarthrose | Fingerendgelenkarthrose | Karpaltunnelsyndrom | Morbus Dupuytren | Schnellende Finger | Handverletzungen | Handrückenverjüngung | Ellbogen

Die Handchirurgie hat sich seit den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts zu einer separaten Unterdisziplin der plastischen und wiederherstellenden Chirurgie entwickelt. Während es in den Anfangsjahren vor allem um die Behandlung von Infektionen, Tumoren und Verletzungen ging, beinhaltet die Handchirurgie heute auch operative sowie nichtoperative Behandlungen bei einer Reihe von Erkrankungen.

Das Behandlungsspektrum der Handchirurgie umfasst degenerative und rheumatologische Gelenkerkrankungen wie die Fingergelenkarthrose, Nervenengpasssyndrome wie das Karpaltunnelsyndrom, die Dupuytren-Erkrankung, Weichteilerkrankungen und Tumore, die Korrektur von Feldstellung, Verletzungen an Hand und Handrücken, Verletzungsfolgen sowie Handrückenverjüngung und Behandlungen am Ellbogen.

HANDGELENKARTHROSE

Die Behandlungsmöglichkeiten bei der Handgelenkarthrose umfassen einerseits das Anlegen einer Schiene zur Stabilisierung des Daumens, was jedoch die Beweglichkeit und die Gebrauchsfähigkeit des Daumens beeinträchtigt. Andererseits können Kortisoninjektionen, aber auch eine Röntgen-Tiefenbestrahlung zu einer Linderung der Beschwerden führen. Das Fortschreiten der Erkrankung wird damit jedoch nicht verhindert. Sind die konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft, kann mit guter Aussicht auf Erfolg eine operative Behandlung ins Auge gefasst werden. Dafür stehen bewährte Techniken aus der plastischen Chirurgie und der Handchirurgie zur Verfügung.

Operative Behandlung

Der Eingriff wird in Teil- oder Vollnarkose und mit stationärem Aufenthalt (eine Übernachtung) durchgeführt. Die Knochen, die das Sattelgelenk bilden (Vieleckbein), werden entfernt. Mithilfe von körpereigenem Sehnenmaterial wird ein neues Gelenk konstruiert. Nach einer Ruhigstellung von vier Wochen im Gipsverband kann die Hand wieder gebraucht werden. Zudem ist mit einer Phase von mehreren Wochen zu rechnen, bis die Hand seine volle Funktionsfähigkeit erlangt hat. Das Endergebnis ist nach etwa einem Jahr zu erwarten.

SCHNELLENDE FINGER

Entzündliche Prozesse am Finger (oft am Daumen) können zu Veränderungen der Sehnenscheiden und zur Verdickung des Gewebes führen. Beim schnellenden Finger handelt es sich um ein «Schnappphänomen», das beim Beugen des Fingers auftritt. Das kann dann zu schmerzhafter Einschränkung der Beweglichkeit im Alltag führen. Kortisoninjektionen können eine konservative Therapieform sein. Sollte dies nicht zu einer langfristigen Besserung führen, kann operativ das Ringbändchen gespalten werden, um so wieder volle Bewegungsfreiheit zu erzielen.

HANDVERLETZUNGEN

Die plastische Chirurgie und im Besonderen die Handchirurgie beinhalten nebst der Behandlung diverser Krankheiten auch die Versorgung von offenen und geschlossenen Verletzungen.

Offene Verletzungen, bei denen auch die Haut zu Schaden kommt, sind innerhalb von sechs Stunden operativ zu behandeln. Wir verfügen in der Klink Pyramide nicht über eine Notfallstation, können bei Bedarf jedoch im Rahmen der freien Operationssaalkapazität nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eine Notfalloperation durchführen. Ist dies nicht möglich, werden Sie umgehend an ein uns vertrautes Handchirurgie-Zentrum verwiesen.

Geschlossene Verletzungen lassen einen geplanten Eingriff zu, der in unserem Haus stattfindet. Dies ist oft bei Knochenbrüchen der Fall, bei denen die Haut unbeschadet blieb. Der Eingriff wird vom behandelnden Arzt anlässlich eines Voruntersuchs geplant und kann unter Umständen auch erst mehrere Tage nach dem Unfall erfolgen.

HANDRÜCKENVERJÜNGUNG

Neben den störenden Altersflecken (Laserbehandlung, Peeling) kann man auch die Hautqualität des Handrückens mit dem Skinbooster therapieren. Dadurch wird die Feuchtigkeit in der obersten Hautschicht erhöht und die Gewebespannung erhöht sich, womit kleine Fältchen geglättet werden.

Die Kosen für eine Handrückenverjüngung belaufen sich pro Sitzung ab CHF 1000.–. Für ein optimales Ergebnis sind drei Sitzungen alle vier bis sechs Wochen erforderlich.

Behandlungsspektrum am ELLBOGEN

  • Arthroskopie des Ellbogengelenks
  • Entfernung von freien Gelenkkörpern
  • Operative Versorgung von Knochenbrüchen am Ellbogen und Unterarm
  • «Tennisellbogen» und ähnliche Sehnenansatzprobleme
  • Nervenverlagerung
  • Behandlung von Bewegungseinschränkungen
  • Ellbogenarthrose 
  • Ellbogenprothese
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