Arthrose

Arthrose bedeutet eine Abnutzung des Gelenkknorpels. Diesbezüglich wird die Arthrose in unterschiedliche Stadien eingeteilt: angefangen von einem weichen Knorpel über eine raue Oberfläche mit Rissen bis hin zum Endstadium mit vollständigem Verbrauch des Knorpels mit freiliegendem Knochen. Bei jedem Menschen findet im Laufe seines Lebens eine normale Gelenkknorpelabnutzung statt. Diese mechanische Abnutzung des Gelenkknorpels wird einerseits verstärkt, weil die Menschen immer älter werden und so das Gelenk länger belasten, anderseits wird sie beschleunigt durch Übergewicht, Unfälle (Bagatellunfälle wie Gelenkverstauchung, -verdrehung), Gelenk belastende Sportarten (z. B. Fussball, Tennis) oder Berufe sowie angeborene Knochenfehlstellungen. All diese Faktoren führen dazu, dass die Gelenkarthrose in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

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Genetische (familiäre Vorbelastung), entzündliche (Infektion, Arthritis), metabolische (Ablagerungen) sowie mechanische Ursachen (Übergewicht, Sport, Fehlstellung, natürliche Alterung) können dieses Ungleichgewicht und dementsprechend die Arthrose beschleunigen. Eine ursächliche Heilung ist bis heute nicht möglich. Man weiss, dass Faktoren wie Übergewicht oder Fehlbelastung eines Gelenks, zum Beispiel durch eine angeborene oder unfallbedingte Fehlstellung oder das häufige Tragen von schweren Lasten, die Entstehung einer Arthrose begünstigen. Besonders gefährdet sind Personen, die ihre Gelenke ständig und extrem überbelasten (zum Beispiel Leistungssportler), oder jene, die Verletzungen mit Schäden im Gelenk erleiden.

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Ein Arthroseprozess verläuft häufig schleichend über mehrere Jahre hinweg. Durch die Arthrose sind Stellen im Gelenk nicht mehr mit schützendem Knorpel bedeckt. Der Knochen besitzt im Gegensatz zum Knorpel Schmerzrezeptoren und verursacht so die belastungsabhängigen Gelenkschmerzen. Das Fortschreiten der Arthrose führt zu typischen wellenförmigen Schmerzen bei Belastung (Treppensteigen), im Ruhezustand und insbesondere in der Nacht. Die schmerzfreien Intervalle werden mit dem Fortschreiten der Arthrose kürzer. Hinzu kommen Gelenkentzündungen mit Schwellung des betroffenen Gelenks, Bewegungseinschränkungen und eine Verkürzung der Muskulatur sowie Verformung der Gelenke mit zunehmender Fehlstellung bis hin zur Gehunfähigkeit. Mit der Zeit bestimmen die Arthroseschmerzen und deren Folgen (Gangunsicherheit, Bewegungseinschränkung) das Leben. Der Patient verliert seine Selbstständigkeit und wird in seinen Gewohnheiten eingeschränkt. Er wird mehr und mehr abhängig von Schmerzmitteln und Hilfsmitteln (Gehstock, Einlagen) und benötigt für die Bewältigung des Alltags fremde Hilfe.

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Starke Gelenkschmerzen mit einhergehender Behinderung wie hinkendem Gang oder Schwierigkeiten beim Anziehen müssen sorgfältig abgeklärt werden. Nach der persönlichen Befragung des Patienten, wann und wie die Schmerzen auftreten, folgt eine umfassende klinische Untersuchung des Hüftgelenks zur Beurteilung und Lokalisierung von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Beinlängendifferenz und Muskelkraft. Anschliessend wird eine radiologische Abklärung des betroffenen Gelenks vorgenommen. Bei Unklarheiten kann zusätzlich ein MRI (Magnetresonanztomographie) durchgeführt werden, um die Knorpelsituation besser zu beurteilen. Sind all diese Untersuchungen abgeschlossen, werden die Ergebnisse mit dem Patienten besprochen und weitere Schritte beschlossen.

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Ist die Gelenkarthrose noch nicht weit fortgeschritten, kann sie mithilfe von speziellen Schuheinlagen und Medikamenten gegen Schmerzen bzw. für Knorpelkräftigung sowie mit einer Gewichtsreduktion konservativ behandelt werden. Dadurch wird jedoch nur der Arthroseschmerz reduziert und das Fortschreiten der Knorpelabnutzung verlangsamt. Die Arthrose selbst kann nicht gestoppt oder behoben werden.

  • Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente
  • Medikamente für die Knorpelkräftigung
  • Spritzen ins Gelenk mit Schmiermittel und entzündungshemmenden Medikamenten
  • Hilfsmittel wie Gehstock, Einlagen, Gesundheitsschuh
  • Physiotherapie, Veränderung der Lebensgewohnheiten in Bezug auf Sport, Übergewicht, Ernährung usw.

Gelenkarthrose

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Stellen Sie sich eine Waage vor, bei der sich auf der einen Seite die genetisch vorgegebene Belastungsfähigkeit des Knorpels befindet und auf der anderen Seite seine tatsächliche Belastung. Ist diese grösser, entsteht ein Ungleichgewicht mit daraus resultierender Schädigung des belastenden Knorpels. Im Hüftgelenk müssen Form des Hüftkopfes, Stellung der Pfanne mit entsprechender Überdachung des Hüftkopfes sowie Stellung des Schenkelhalses gut aufeinander abgestimmt sein. Störungen in diesem System oder im Muskel- und Bandapparat fördern die Entstehung einer Arthrose. Grundsätzlich kann jede Erkrankung des Gelenkknorpels, der Gelenkschleimhaut oder der Gelenkschmiere zu Arthrose führen.
Hüftarthrose
Bei einer fortgeschrittenen Arthrose, die bei jeder Person unterschiedlich ausgeprägt sein kann, können folgende Beschwerden auftreten:

  • Belastungsschmerzen (➞ hinkender Gang)
  • Bewegungsschmerzen
  • Anlaufschmerz
  • Entzündungsschmerz
  • Verformung des Gelenks (Verkürzung des Beins ➞ Beckenschiefstand ➞ Rückenbeschwerden)
  • Gangunsicherheit mit Sturzgefahr
  • Bewegungseinschränkung (z. B. Mühe beim Anziehen von Socken/Strümpfen)
  • Muskelverspannung, Muskelverkürzungen und Muskelschwäche

Operative Behandlungsmethoden

Wenn die konservativen Behandlungen keine Wirkung zeigen sowie Lebensqualität und Mobilität stark eingeschränkt sind, müssen operative Massnahmen in Betracht gezogen werden:

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Eine Kniearthrose entsteht, wenn über längere Zeit ein Ungleichgewicht zwischen der Belastungsfähigkeit des Knorpels und der tatsächlichen Belastung herrscht, was zu einer Schädigung des überbelasteten Knorpels führt. Speziell im Kniegelenk müssen Form und Achsen der Knochen gut aufeinander abgestimmt sein. Störungen in diesem System oder im Muskel- und Bandapparat fördern die Entstehung einer Arthrose. Grundsätzlich kann jede Erkrankung des Gelenkknorpels, der Gelenkschleimhaut oder der Gelenkschmiere zu Arthrose führen.

Folgende Beschwerden können bei einer fortgeschrittenen Arthrose vorhanden sein, die bei jeder Person unterschiedlich ausgeprägt sein kann:

  • Belastungsschmerzen
  • Bewegungsschmerzen
  • Anlaufschmerz
  • Entzündungsschmerz mit Gelenkerguss
  • Verformung des Gelenks (O-Bein oder X-Bein)
  • Instabilität (Gangunsicherheit mit Sturzgefahr)
  • Bewegungseinschränkung
  • Muskelverspannung, Muskelverkürzungen und Muskelschwäche

Operative Behandlungsmethoden

Bringen die konservativen Behandlungen keinen Erfolg und ist die Lebensqualität infolge Gangunsicherheit und Schmerzen stark eingeschränkt, müssen operative Massnahmen in Betracht gezogen werden:

Kniearthrose Untersuchung

Broschuere Hueftarthrose

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre «Hüftarthrose»

Broschüre Kniearthrose

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre «Kniearthrose»

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«Gelenk- und Sportchirurgie»



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