Wirbelsäulenchirurgie

Eine gesunde Wirbelsäule ermöglicht eine spiralförmige Drehbewegung, seitliche Neigung sowie Vor- und Rückneigung. Sind Strukturen an der Wirbelsäule infolge von Degeneration, Unfall oder Operationen beschädigt, gerät das Gleichgewicht zwischen Mobilität und Stabilität in Disharmonie.

Unterschiedliche Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen bedürfen individueller Diagnostik und Behandlung. Am häufigsten kommen folgende Probleme vor:

  • Bandscheibenvorfall
  • Bandscheibendegeneration
  • Wirbeltumor
  • Osteoporose
  • Wirbelfraktur
  • Wirbelinstabilität (Spondylolisthese, degenerative Skoliose)

Behandlungsangebot

  • Bandscheibenprothese
  • Nukleotomie-Dekompression
  • Dynamische Rekonstruktion und Stabilisation bei Instabilitäten und degenerativer Skoliose
  • Dekompression bei Spinalstenose
  • Rekonstruktion bei Wirbelfrakturen und Tumoren
  • Wirbelaugmentation bei Osteoporose 

Der Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall ist Folge von Degeneration und Zerstörung des Bandscheibenrings und des Gallertkerns. Chronische Belastung, fehlende Regenerationsfähigkeit des Gewebes im Alter oder auch Verletzungen der Knorpelplatten der angrenzenden Wirbelkörper führen zu einem Untergang des Bandscheibengewebes. Das Fehlen einer Blutversorgung in der Bandscheibe führt so unweigerlich zu einem Degenerationsprozess. Schädliche Entzündungssubstanzen fördern schliesslich kaskadenartig den Gewebeabbau. So kommt es zu Rissen im Faserring und unter Druckbelastung zu einem Austritt von Gewebefragmenten des zerstörten Gallertkerns und/oder des Faserrings, was sich als Bandscheibenprolaps oder -vorfall darstellt. Sofern keine Nervenstörungen in Form von Missempfindungen oder Nervenausfällen an Armen, Händen, Beinen oder Füssen bestehen, wird eine konservative Behandlung über mehrere Monate empfohlen. Kommt es jedoch nach diesem Zeitraum zu keiner dauerhaften Beschwerdebesserung und Schmerzfreiheit, ist die operative Behandlung meist unumgänglich. Indikation zur Operation sind persistierende Nervenlähmungen an Händen oder Füssen, starke, nicht therapierbare Schmerzen sowie akute Blasen- oder/und Mastdarmlähmungen. An der Lendenwirbelsäule wird üblicherweise der Wirbelkanal von hinten durch einen kleinen, nur wenige Zentimeter grossen Hautschnitt mithilfe des Mikroskops oder Endoskops geöffnet. Anschliessend können komprimierende Anteile eines Bandscheibenvorfalls (Diskushernie) aus dem Wirbelkanal entfernt werden, sodass die Nervenwurzeln wieder entlastet werden. Die degenerativ zerstörte Bandscheibe kann durch diese Art der Therapie jedoch nicht rekonstruiert werden. Der Segmentkollaps mit seinen beschriebenen Pathologien verbleibt. Bei wiederkehrenden Vorfällen muss die Implantation einer Bandscheibenprothese in Betracht gezogen werden.

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