Fusschirurgie

Der Mensch ist zeit seines Lebens auf seine Füsse angewiesen, aber er widmet ihnen im Allgemeinen viel zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei sind Füsse komplexe Meisterwerke der Natur. Im Durchschnitt legt der Mensch 10’000 Schritte pro Tag oder 160’000 Kilometer in seinem ganzen Leben zurück. Unpassendes, modisches Schuhwerk, das häufig zu eng ist und zu hohe Absätze hat, belastet die Füsse. Erst wenn Füsse zu schmerzen beginnen, werden sie wahrgenommen. Im günstigsten Fall bilden sich die Beschwerden spontan zurück.

Kommen Erbfaktoren oder Verletzungsfolgen hinzu, entstehen schwerwiegende und vielfach äusserst schmerzhafte Beschwerden. Bei fortgeschrittenen Deformationen ist eine Operation unvermeidbar, denn nur so kann ein schneller, wirksamer und nachhaltiger Therapieerfolg erzielt werden. Gerade bei älteren Patienten sind die rasche Schmerzlinderung und das Wiedererlangen der vollen Mobilität besonders wichtig. Dies ist mit den inzwischen verfügbaren Methoden in der Fusschirurgie und Implantaten möglich. Neben der Funktionalität kann heute auch der Ästhetik gebührend Rechnung getragen werden. Ein operativer Eingriff hat deshalb auch immer ein möglichst ansprechendes, schönes Ergebnis zum Ziel.

Behandlungsangebot

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Die wohl am weitesten verbreitete Fehlstellung im Vorfussbereich betrifft vorwiegend Frauen im mittleren Lebensabschnitt.

Die Erscheinungsform ist wohl bekannt: vereinfacht gesagt weicht der erste Mittelfussknochen, meist als Folge eines Spreizfusses, zur Körpermitte ab und durch, unter anderem, den Druck der Schuhe, wird die Grosszehe nach aussen gedrängt. Diese Fehlstellung kann optisch selbstverständlich sehr verschieden ausgeprägt auftreten, wobei der Grad der Abweichung keinen schlüssigen Hinweis auf entsprechende Beschwerden gibt.

Letztere können sich (hauptsächlich) wie folgt äussern: Schmerzen in Schuhen, vor allem an der Innenseite des Grosszehen-Grundgelenkes (wo sich durch den dauernden Reiz ein „Ballen“ bilden kann), Verdrängung der kleineren Zehen nach aussen/oben mit Bildung von Hammerzehen, Gangunsicherheit durch die veränderte Statik, sowie gar Schmerzen in Ruhe.

Indikation und Methode der operativen Korrektur richten sich immer nach dem subjektiven Empfinden der Patientin und werden in einem vorbereitenden Gespräch ermittelt.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Resultate mit den heute zur Verfügung stehenden Methoden und Implantaten die Erfolgsrate einer Korrektur bei rund 98% liegen – die Zeiten, als die „Hallux-Operationen“ wegen der schlechten Ergebnisse einen entsprechend schlechten Ruf hatten, sind definitiv vorbei.

Auch die Schmerzen nach der Operation halten sich als Folge der fortschrittlichen Anaesthesie-Techniken, wie sie in der Pyramide zur Anwendung kommen, in sehr engen Grenzen.

© Autor Dr. med. Urs Graf

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Klein, aber oft sehr schmerzhaft. So könnte man Hammerzehen kurz beschreiben, die oftmals der Grund für das Aufsuchen des Fusschirurgen sind.

Die Erscheinung ist, ähnlich dem Hallux Valgus, wohlbekannt: das Mittelgelenk (meist der zweiten Zehe) steht zunehmend nach oben und versteift sich mit der Zeit in dieser Stellung, währendem das Endgelenk überstreckt wird. Durch den Druck der Schuhe entstehen schliesslich Hühneraugen auf der Zehen-Oberseite, die den Druckschmerz zusätzlich verstärken, ja, es können sogar offene Stellen und Infektionen auftreten. Polster und Hühneraugenpflaster bringen in einer solchen Situation gar nichts mehr, da durch das zusätzliche Material noch mehr Druck auf die ohnehin schon schmerzhafte Stelle ausgeübt wird.

Die Entstehung einer Hammerzehe hängt oftmals ursächlich mit einem gleichzeitig bestehenden Hallux Valgus zusammen, der die Zehe nach oben und hinten drängt. Mit der Zeit ist deren Fehlstellung fixiert und führt zu den obengenannten Symptomen. Zur Korrektur ist letztendlich eine Operation unabdingbar.

Als Therapie stehen heute diverse Möglichkeiten zur Verfügung, wie zum Beispiel:

  • Das Mittelgelenk ist durch die zum Teil jahrelange Fehlstellung so geschädigt (eine eigentliche Versteifung in einer schlechten Stellung), dass es nicht mehr gerettet werden kann. Ohne funktionellen Verlust kann es deshalb in einer korrekten Stellung versteift werden.
  • Ist im Bereich des Grundgelenkes das Band gerissen, das verhindert, dass die Zehe nach oben überstreckt werden kann, kann dieses repariert werden. Dadurch korrigiert sich häufig auch gleich die Hammerzehe.

Die Resultate dieser Eingriffe sind heute als sehr gut zu bezeichnen – die Zeiten, als operierte Hammerzehen nach der Operation nur noch kurze, nach allen Seiten abweichende Stummel waren, sind definitiv vorbei.

© Autor Dr. med. Urs Graf

Fehlstellungen

  • Komplexe Fehlstellungen der Zehen und des Vorfusses
  • Vorfussschmerzen (sog. Metatarsalgien)
  • Schneiderballen (Digitus quintus varus)
  • Windswept Toes

Arthrose

  • Hallux limitus/rigidus
  • Arthrose an Fusswurzel und Sprunggelenk

Verletzungen und Unfälle

  • Einklemmung von Nerven
  • Einklemmungssyndrom des Sprunggelenks (Impingementsyndrom, «Fussballergelenk»)
  • Instabilität im Sprunggelenk («Schlottergelenk»)
  • Brüche von Fusswurzel, Fussknochen und Sprunggelenk

Weitere

  • Fersenschmerzen («Fersensporn»)
  • Eingewachsene Zehennägel (Unguis incarnatus)
  • Ganglien
  • Neurome

Die Fusschirurgie arbeitet eng mit der Praxis für Podologie im Haus zur Pyramide zusammen.

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