Behandlungen bei Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfall

Ursachen und Symptome | Behandlungen | Minimalinvasive Neurochirurgie | Beratung und Zweitmeinung

Cav. Dr. med. Alessandro Rustia ist ein ausgewiesener Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie und weisst eine langjährige Berufserfahrung mit dem gesamten neurochirurgischen Spektrum, Verletzungen und degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule auf.

Wir stellen eine rasche, fachlich kompetente Abklärung und Beratung sowie eine Behandlung nach den modernsten Möglichkeiten sicher. Rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie online Ihren individuellen Beratungstermin.

 

FUNKTIONALITÄT DER WIRBELSÄULE

Die Wirbelsäule ist das tragende Element des Skelettsystems. Sie ermöglicht eine aufrechte Haltung und verbindet die anderen Teile des Skeletts miteinander. Das empfindliche Rückenmark befindet sich im Wirbelkanal der Wirbelsäule. Deshalb erfordert die Wirbelsäulenchirurgie maximale Präzision und einen erfahrenen Wirbelsäulenchirurgen.

WAS SIND HÄUFIG AUFTRETENDE RÜCKENschmerzen /-BESCHWERDEN?

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, an der mittlerweile rund 70 Prozent der Bevölkerung leiden. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Die Fehlbelastung der Wirbelsäule durch sitzende Tätigkeiten, zum Beispiel im Büro, und durch zu wenig Bewegung sind oft der Hauptgrund für auftretende Schmerzen. Beides wird oft nicht genug in der Freizeit ausgeglichen, so dass Rückenschmerzen die Folge sein können.

Über 80 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen leiden Schätzungen zufolge mindestens einmal in ihrem Leben an Wirbelsäulenschmerzen und müssen aus diesem Grund ärztlich behandelt werden. Schmerzen in der Wirbelsäule können unter anderem durch angeborene, erbliche, entzündliche oder degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule verursacht werden.

Bandscheibenvorfälle an der Hals- und Lendenwirbelsäule können sehr schmerzvoll sein.

Beim Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule drückt ein Stück des Bandscheibenkerns nach Einreissen des Bandscheibenrings auf einen Spinalnerv oder das Rückenmark. Typische Symptome sind starke Schmerzen im Nacken, die in den Arm oder sogar in die Finger ausstrahlen. Zusätzlich können neurologische Symptome auftreten: Gefühlsstörungen, Taubheit, Kribbeln und eine Kraftschwäche in Arm oder Hand. Wird durch einen Vorfall eine Nervenwurzel im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule gequetscht, tritt meist ein plötzlicher Schmerz auf, der bis ins Bein ausstrahlt. Dieser Schmerz kann mit Gefühlsstörungen bzw. Lähmungserscheinungen einhergehen.

Die Wirbelkanalverengung (Spinalkanalstenose) ist eine teilweise oder komplette Einengung des Spinalkanals.

Sie tritt infolge degenerativer Veränderungen am häufigsten in der Lendenwirbelsäule und in der Halswirbelsäule auf. Zu beobachten sind Veränderungen an den Bändern (Hypertrophie), Vorwölbungen der Bandscheiben (Protrusionen) und Verschiebungen der Wirbel gegeneinander bei einer Instabilität des Bandscheibenfachs.

Als Wirbelgleiten (Spondylolisthese) bezeichnet man eine Instabilität der Wirbelsäule.

Betroffen ist oftmals die Lendenwirbelsäule. Für das Wirbelgleiten gibt es viele unterschiedliche Ursachen. Es handelt sich in der Regel um ein verschleissbedingtes Krankheitsbild, das bei zwei bis vier Prozent der Bevölkerung auftritt. Nicht selten sind Leistungssportler betroffen. Durch Wirbelgleiten leiden Patienten an belastungs- bzw. bewegungsabhängigen Kreuzschmerzen, kombiniert mit einer Ausstrahlung der Schmerzen in die Beine. Zusätzlich können Sensibilitätsstörungen, Lähmungserscheinungen und eine Verkürzung der schmerzfreien Gehstrecken auftreten. 

Eine Wirbelkörperfraktur entsteht oft durch starke Gewalteinwirkung, etwa durch Sport- oder Autounfälle.

Ist die Knochenstruktur bereits geschädigt, z.B. durch Osteoporose, Rheuma oder Krebs, kann ein Wirbel, dessen Stabilität durch unterschiedlichste Ursachen geschwächt ist, auch ohne äussere Einwirkungen brechen. Diese Schädigung heisst Wirbelkörperkompressionsfraktur. Die Fraktur führt bei den meisten Patienten zu ausgeprägten und plötzlichen Rückenschmerzen und kann von ausstrahlenden Schmerzen in die Beine bis hin zu Lähmungserscheinungen führen. Liegt bereits ein Wirbelkörperbruch vor, ist das Risiko für einen weiteren Knochenbruch deutlich erhöht. Eine konsequente Therapie der Ursache und die Behandlung des gebrochenen Wirbels sind daher sehr wichtig.

KONSERVATIVE BEHANDLUNGEN

Die häufigsten Ursachen im jüngeren Lebensalter sowie bei körperlich anstrengenden Berufen sind Überbelastungsprobleme der Muskulatur und des Weichteilgewebes sowie statische Fehlhaltungen. Sie führen meistens zu unangenehmen Beschwerden, die jedoch in der Regel auch unbehandelt schnell wieder verschwinden. Fehlhaltungen verursachen oft Verspannungen der Muskulatur. Die Muskulatur verliert durch die falsche Belastung ihre normale Dehnbarkeit, sie verhärtet sich und schmerzt. Oft werden diese Verspannungen durch Fehlhaltungen im Nacken und Schulterbereich ausgelöst. Die Verspannung im oberen Wirbelsäulenbereich setzt sich dann nach unten fort.

Insbesondere Patienten ohne neurologische Ausfallsymptomatik, mit auftretenden Beschwerden unter sechs Monaten und ohne frühere regelmässige Physiotherapie können sehr gut konservativ behandelt werden.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten:

  • Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente
  • Medizinische Trainingstherapie/Physiotherapie, Rückenschule, Haltungskorrektur, Dehnungen der Wirbelsäule
  • Veränderung der Lebensgewohnheiten in Bezug auf Sport, Übergewicht, Ernährung usw.
  • Schmerztherapie, inklusive Injektionen an den kleinen Wirbelgelenken (Facettengelenken) der Wirbelsäule
  • Radiofrequenztherapie der Wirbelsäule
  • Komplexe Abklärungen der Wirbelsäule 

OPERATIVE BEHANDLUNGEN

Je nachdem, wie gross die Beschwerden sind, stehen verschiedene Therapien zur Wahl. Es ist wichtig, dass Sie sich bei einem Spezialisten, der alle Therapieoptionen beurteilen kann, gründlich untersuchen und beraten lassen.

Sind die Möglichkeiten der konservativen Behandlungen ausgeschöpft und:

  • die Lebensqualität ist dadurch stark eingeschränkt,
  • neurologische Ausfälle/Lähmungen wie Monoparese, Paraparese, Tetraparese treten auf,
  • unerträgliche therapieresistente Schmerzen beeinflussen das Leben negativ
  • oder das Risiko einer Lähmung ist bei einer konservativen Behandlung erhöht,

sollten operative Massnahmen in Betracht gezogen werden.

Um chronischen Beschwerden bei einem nachgewiesenen Bandscheibenvorfall vorzubeugen, sollte bei anhaltenden starken Schmerzen, adäquatem Befund und konsequent durchgeführter konservativer Therapie sowie ausbleibender Besserung oder Verschlechterung der klinischen Symptomatik innerhalb eines Zeitraums von sechs bis zwölf Wochen ein chirurgisches Vorgehen überprüft werden. 

Operative Behandlungsmöglichkeiten:

  • Bei Wirbelsäulenfrakturen (durch verminderte Knochendichte oder Funktionsschwäche der Wirbelsäule): kleiner operationeller Eingriff (Kyphoplastie), operatives Verfahren der gesamten Wirbelsäule mit oder ohne Zement
  • Behandlung von Bandscheibenvorfällen mit Gewebeentfernung durch Radiofrequenztherapie
  • Chirurgische Techniken unter Mikroskop (mikrochirurgisch) sowie modernste operative (minimalinvasive) Eingriffe mit kleinstmöglicher Verletzung von Gewebe
  • Künstlicher Ersatz der Bandscheiben mit Prothesen an der Hals- und Lendenwirbelsäule für eine bessere Beweglichkeit, ohne Überbelastung anderer Bandscheiben
  • Stabilisierende Verfahren bei Tumorerkrankungen der Wirbelsäule und bei degenerativen Erkrankungen der gesamten Wirbelsäule (Bandscheibenvorfälle, Instabilität, Spinalkanalstenose und Entzündungen in allen Abschnitten der Wirbelsäule)
  • Bei chronisch anhaltenden Nervenschmerzen: Neurostimulation
  • Folge-, Wechsel- oder Korrekturoperationen (Revisionseingriffe)

WIE VERLÄUFT EINE BANDSCHEIBEN-OPERATION?

Die häufigsten Bandscheibenvorfälle befinden sich innerhalb des lumbalen Spinalkanals. Sie verdrängen die Nervenwurzel nach hinten in die Mitte oder in den seitlichen Anteil des Spinalkanals (paramediane Diskushernie). Durch ein kleines vertikales Fenster, in der Medizin Lamina genannt, wird die Operation – oft mit einem schonenden Ultraschallknochenskalpell – am entsprechenden Wirbel durchgeführt. So wird der Anteil der Bandscheibe, der auf die Nervenwurzel drückt, sorgfältig entfernt.

Die OP-Technik unter Mikroskop ermöglicht es, dass auf dem Weg zum operativen Zielgebiet wesentlich atraumatischer und auch exakter gearbeitet werden kann, als dies mit dem blossen Auge möglich ist. Das Risiko potenzieller Gewebeschäden im gesunden Gewebe kann also durch mikrochirurgisches Operieren deutlich minimiert werden.

Liegt der Vorfall seitlich zum Spinalkanal (bei rund zehn Prozent der Fälle), wird die Diskushernie von der Seite, sogenannter isthmischer Zugang, durch eines kleines Konchenfenster unter Mikroskop entfernt.

VORTEILE DER MINIMALINVASIVEN OPERATIONSVERFAHREN 

Wir bieten innovative und insbesondere minimalinvasive Operationsverfahren auf dem neuesten Stand der Technik an. Minimalinvasive Wirbelsäulenoperationen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Notwendige chirurgische Eingriffe können mit sehr geringer Traumatisierung ohne grossen Operationszugang mit postoperativen Schmerzen durchgeführt werden.

Durch diese schonenden Techniken ist eine rasche Mobilisation in der Regel am ersten Tag nach der Operation möglich. Die Erholungsphase wird verkürzt und eine rasche Genesung möglich.
Durch die modernen, minimalinvasiven Wirbelsäulenoperationen können wir Rückenschmerzen, Bandscheibenerkrankungen, Wirbelkanalstenosen, Infektion der Bandscheiben, spinale Abszesse oder tumorbedingte Instabilität der Wirbelsäule für den Patienten schonend behandeln.

Bei minimalinvasiven Wirbelsäulenoperationen muss die Muskulatur nicht komplett aufgeschnitten werden. Mithilfe des Operationsmikroskops und Mikroinstrumenten wird die minimalinvasive Wirbelsäulenoperation gewebeschonend und mit sehr wenig Blutverlust durchgeführt. Nach der Operation legt sich die Muskulatur wieder problemlos an. Die in der Regel weitaus weniger starken Wund- oder Muskelschmerzen ermöglichen eine schnellere Rehabilitation und Rückkehr des Patienten ins Berufs- und Freizeitleben.

WIR BERATEN SIE GERNE PERSÖNLICH

Cav. Dr. med. Alessandro Rustia weist eine langjährige Erfahrung und hohe Kompetenz in der Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie auf. Wir gewährleisten eine rasche, fachlich kompetente Abklärung und Beratung sowie eine Behandlung nach den modernsten Möglichkeiten. Gerne dürfen Sie bei uns auch eine Zweitmeinung einholen.

Da es sich bei der Klinik Pyramide um eine Privatklinik handelt, ist eine Zusatzversicherung erforderlich: Für Behandlungen in unserer Klinik benötigen Sie eine Privatversicherung oder eine Halbprivatversicherung. Selbstverständlich können sich auch allgemein versicherte Patienten bei uns behandeln lassen, indem sie sich für ein Upgrade entscheiden.

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