Minimalinvasive Viszeralchirurgie

Unsere Belegärzte für Viszeralchirurgie führen die meisten Operationen minimalinvasiv durch. Da hierfür nur kleinste Schnitte (3–12 mm) benötigt werden, kann auf eine grosse Eröffnung des Bauchraumes verzichtet werden. Mit speziell dafür entwickelten Kameras, Optiken und Instrumenten können die meisten Eingriffe minimalinvasiv (Laparoskopie, Endoskopie) durchgeführt werden. Diese Verfahren sind maximal schonend, weshalb der Spitalaufenthalt heutzutage sehr viel kürzer ist (i. d. Regel 1 bis 3 Tage) als bei den ursprünglichen offenen Operationstechniken.

Die minimalinvasive Viszeralchirurgie hat in den letzten zwei Jahrzehnten spektakuläre Fortschritte gemacht und die Chirurgie revolutioniert. Unsere Spezialisten gehören zu den erfahrensten und routiniertesten Viszeralchirurgen und wenden diese Operationstechniken seit über 25 Jahren mit sehr grossem Erfolg an.

Behandlungsangebot

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Leistenbrüche (sog. Inguinalhernien) gehören, v.a. bei Männern, zu den häufigsten viszeralchirurgischen Krankheiten. Die genaue Ursache ist noch immer nicht bekannt. Man nimmt an, dass eine Bindegewebsschwäche für die Krankheit zumindest mitverantwortlich ist. Bemerkt wird ein Leistenbruch oft zufälligerweise. Man tastet z.B. beim Duschen eine Schwellung in der Leistengegend, die nicht einmal schmerzhaft sein muss. Oder es treten Schwellungserscheinungen und/oder Beschwerden in der Leiste beim Husten, Niesen, Pressen oder beim Heben von schweren Lasten auf. Die meisten Leute stellen dann rasch die Verdachtsdiagnose eines Leistenbruches (u.a. durch eine Suche im Internet) und melden sich beim Hausarzt oder gehen direkt zum Chirurgen. Die Diagnose ist in den meisten Fällen durch die genaue Befragung des Patienten und eine klinische Untersuchung einfach zu stellen. Im Zweifel macht es Sinn, zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen.

Wenn die Diagnose eines Leistenbruches gestellt ist und der Patient Beschwerden hat, ist die Behandlung immer chirurgisch. Die schwerwiegendste Komplikation eines Leistenbruches besteht in der Einklemmung (Inkarzeration). Die Einklemmung eines Bruches ist zwar selten, kann aber sowohl bei grossen als auch bei kleinen Brüchen auftreten. Aus diesem Grund wird meistens empfohlen, einen Leistenbruch gelegentlich chirurgisch zu versorgen.

In den allermeisten Fällen kann eine Leistenbruchoperation minimal invasiv (endoskopisch) durchgeführt werden. Heutzutage werden Leistenbrüche beim Erwachsenen fast ausschliesslich mittels Netzeinlage versorgt (offen oder endoskopisch). Vorteil der endoskopischen Leistenbruchversorgung mit Netzverstärkung besteht in der sofortigen vollen Belastbarkeit (je nach Schmerzintensität) und der Tatsache, dass die Gefahr eines Rezidives (Wiederauftreten eines erneuten Leistenbruches) bei korrekter Operationstechnik verschwindend klein ist.  Der Eingriff erfolgt in den meisten Fällen in Narkose. Nur bei offenen Operationen kann der Eingriff alternativ in Spinalanästhesie oder sogar Lokalanästhesie erfolgen. Eine einseitige Leistenbruchoperation dauert ca. 30 bis 60 Minuten, eine doppelseitige Versorgung (ca. 20-30% der Patienten leiden an einem doppelseitigen Leistenbruch)  ca. 45 bis 90 Minuten. Die Dauer des Spitalaufenthaltes beträgt i.d.R. 1 bis 2 Nächte, je nach Allgemeinzustand und Alter der Patienten.

© Autor Dr. med. Mischa C. Feigel

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Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Es handelt sich dabei um Venengeflechte unter der Analschleimhaut, die u.a. für die sog. Feinkontinenz (u.a. Unterscheidung von Wind und Stuhl) mitverantwortlich sind. Wenn Hämorrhoiden sich vergrössern, aus dem Analkanal heraustreten und beginnen, mechanische Probleme oder andere Beschwerden zu verursachen, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden. Beschwerden sind z.B. Frischblutabgänge (rotes helles Blut) beim Stuhlgang, Juckreiz, Heraustreten der Hämorrhoiden oder der Analschleimhaut aus dem Anus (sog. Hämorrhoidal- oder Schleimhautprolaps). Wenn solche Symptome öfters auftreten und die Leute dadurch gestört sind (auch in der Analhygiene), sollte mit einer symptomatischen Behandlung begonnen werden (z.B. Salbenbehandlung, Zäpfchen, allfällige Verstopfung behandeln etc.).

Wenn die Beschwerden innerhalb von 6 bis 8 Wochen nicht verschwinden oder wieder auftreten (v.a. Blutabgänge), muss eine Enddarmspiegelung (kann beim Viszeralchirurgen durchgeführt werden), bei Leuten über 50 Jahren sogar eine Dickdarmspiegelung (beim Gastroenterologen) durchgeführt werden. Ursache von Blutabgängen können Hämorrhoiden sein, es muss aber immer auch eine andere Blutungsquelle ausgeschlossen werden (v.a. Darmkrebs und Darmentzündung). Ist die Diagnose eines Hämorrhoidalleidens (oder eines analen Schleimhautvorfalles) gesichert, kann die weitere Behandlung, je nach Leidensdruck, konservativ symptomatisch, interventionell (Applizieren von sog. Gummiligaturen, dies v.a. bei kleinen Hämorrhoiden) oder chirurgisch angegangen werden. Grössere Hämorrhoiden und/oder Schleimhautvorfälle bedürfen i.d.R. einer chirurgischen Behandlung. Es existieren verschiedene Therapieverfahren, die je nach Befundgrösse und Ausdehnung variieren.

Das heutzutage gängigste Operationsverfahren ist die sog. transanale Staplermukosektomie nach Longo. Bei diesem Verfahren werden die Hämorrhoiden mittels eines speziellen Klammernahtinstrumentes wieder in den Analkanal "geliftet", ohne die Hämorrhoidengeflechte per se zu entfernen. Die Durchblutung der Hämorrhoiden wird bei diesem sehr schonenden und wenig schmerzhaftem Vorgehen stark eingeschränkt. Dadurch schrumpfen die Hämorrhoiden innerhalb von ein paar Wochen, verbleiben aber an korrekter Stelle. Ausserdem erfolgt der Eingriff im Analkanal, weshalb von aussen auch keinerlei Wunden sichtbar sind. Die Longo-Operation macht physiologischerweise viel mehr Sinn als eine Entfernung der Hämorrhoiden, die lange Zeit sehr schmerzhaft sein kann und die analen Wunden einige Wochen brauchen, bis sie verheilt sind. Anale Operationen können in Narkose oder in Spinalanästhesie durchgeführt werden. Eine Hämorrhoidensanierung nach Longo dauert ca. 15 bis 30 Minuten. Der Spitalaufenthalt beträgt i.d.R. eine Nacht. Nach der Operation sollte auf weichen Stuhlgang geachtet werden.

© Autor Dr. med. Mischa C. Feigel

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Symptome der Refluxkrankheit

Beschwerden durch einen Reflux (Rückfluss von Säure vom Magen in die Speiseröhre) sind in unseren Breitengraden weit verbreitet. Fast jeder Mensch leidet in seinem Leben einmal oder mehrfach an saurem Aufstossen oder einem Brennen hinter dem Brustbein. Rund 25 Prozent der Bevölkerung haben einen chronischen Reflux und sind über längere Zeit auf medikamentöse Behandlungen angewiesen, um weitergehende Komplikationen zu vermeiden. Eine Operation kann das Problem, das auf einen ungenügenden Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen zurückzuführen ist, gut und dauerhaft beheben. Wir arbeiten auf diesem Gebiet eng mit Dr. med. Mischa C. Feigel vom Zürcher Referenzzentrum für Refluxkrankheiten zusammen.

  • Nabel-, Bauchwand- und Narbenbrüche
  • Zwerchfellbrüche
  • Gallenblasenoperation
  • Proktochirurgie (Hämorrhoiden, Analfisteln, Fissuren, Rektozelen, Prolaps)
  • Darmoperationen (Divertikel, Tumoren, Blinddarmentzündung)
  • Operationen bei Verwachsungen im Bauchraum
  • Operationen an der Milz
  • Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperationen (Kröpfe, Tumoren)
  • Chirurgie bei massivem Übergewicht (Schlauchmagen, Magenbypass, Mini-Gastric-Bypass)*
    * nur bei Selbstzahlern möglich
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